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Segregation

Prozess, bei dem es innerhalb einer Kommune zu einer räumlichen Entmischung bestimmter Bevölkerungsgruppen kommt. Zum Beispiel ist der Anteil an alleinerziehenden Eltern häufig ungleich zwischen den verschiedenen Sozialräumen verteilt.

 

Sozialraum

Sozialräume gibt es in vielen Facetten. Im Kleinen ist es die Familie, im etwas Größeren die Schule, die Kita oder die Arbeitsstelle oder noch allgemeiner das direkte Wohnumfeld. Zum direkten Wohnumfeld als Sozialraum gehören Nachbarschaft, Geschäfte, Infrastrukturen, Vereine, Kitas, Schulen, Polizei, Kirche, Anlaufstellen von Wohlfahrtsorganisationen, Freizeiteinrichtungen, Außenstellen von kommunalen Ämtern etc. Ein Sozialraum charakterisiert sich häufig auch durch eine homogene Bauweise, die den Wohnungsmarkt und sie soziale Zusammensetzung prägt. Aus praktischer Sicht muss für KECK berücksichtigt werden, dass die Untergrenze für die Zahl der Kinder im KECK-Alter bei etwa 50 Kindern liegen sollte. Zudem sollte die Datenbereitstellung möglich sein. Ein ganz neuer Zuschnitt von statistischen Beobachtungseinheiten ist für die Kommunen mit sehr viel Aufwand verbunden.

 

Sozialraumanalyse

Die Sozialraumanalyse ist ein Instrumentarium, welches sich der Methoden der empirischen Sozialforschung (Erhebung statistischer Messdaten) bedient, um eine Vergleichbarkeit bestimmter Stadtteile zu erreichen. Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit, weil die Problemlagen der städtischen Entwicklung komplexer geworden sind. Zu den Zielen von Sozialraumanalysen gehören die Darstellung von sozialer Ungleichheit und Unterversorgungslagen. Im Mittelpunkt steht weiter die Ermittlung besonderer Bedarfsgruppen und klar umrissener Räume, denen in Zeiten knapper Finanzierung in erster Linie Unterstützung zukommen soll.

 

Sozialräumliche Informationen

Da die Lebensräume für die Heranwachsenden von Stadtteil zu Stadtteil sehr unterschiedlich sein können, lohnt sich ein detaillierter Blick darauf. Verschiedene Berichterstattungen verwenden daher sozialräumliche Informationen in Form von Indikatoren, um bspw. die Bildungschancen der Kinder für einzelne Quartiere abzubilden. Denn damit Kommunalverwaltung und -politik die Teilhabechancen von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen verbessern können, benötigen sie die genaue Kenntnis darüber, welche Ausgangsbedingungen für sie herrschen. So können sie ihre Maßnahmen auf diejenigen Kinder und Jugendlichen konzentrieren, die die stärkste Unterstützung benötigen. Der KECK-Atlas auf Sozialraumebene ermöglicht bspw. die graphische Darstellung dieser Informationen in Form von Karten.

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