Teilnehmer des KECK-Workshops
© Christian Hegner

Perspektivwechsel durch Blick von außen

Wer ein System häufig benutzt, wird leicht betriebsblind. Ein Blick von außen kann dabei helfen, die Perspektive zu wechseln. Aus diesem Grund wurde der öffentliche Bereich des KECK-Atlas extern begutachtet. Wir wollten wissen, wie benutzerfreundlich der KECK-Atlas aktuell ist und wo Optimierungspotentiale liegen.

Daniel Wolf von der Firma eresult stellte die Ergebnisse vor. Er hatte sich selbst intensiv mit dem Atlas auseinandergesetzt und zwei Interviews mit öffentlichen Nutzern geführt. Ergebnis: der Atlas ist bestens geeignet, um Ausgangslagen übersichtlich abzubilden und das eigene Bauchgefühl zu überprüfen. Zu seinen Stärken gehören die Individualisierbarkeit und die Möglichkeit der Mitgestaltung durch die Kommunen.

Die Vielfalt der Einstellungsoptionen hat jedoch auch Nachteile. Öffentliche Nutzer/innen finden sich schwer zurecht. Der Einstieg in den Atlas ist unklar gestaltet und teilweise sind die Symbole und Erläuterungstexte nicht eindeutig. Empfehlung: den Atlas so weiterentwickeln, dass Besucher/innen durch das System geführt werden und sich intuitiv zurechtfinden.

Wer sind die Zielgruppen des KECK-Atlas?

Die Gruppe war sich darüber einig, dass die Zielgruppen des KECK-Atlas vielfältig sind. Der öffentliche Bereich kann von Ratsmitgliedern, von Sozialraumakteuren, von Pressevertretern oder auch von Wissenschaftler/innen genutzt werden. Die Bandbreite potentieller Nutzer/innen ist groß.

In der Diskussion wurde deutlich, dass daher vor allem ein einfacher Einstieg und eine konsistentere Benutzerführung benötigt werden, damit Besucher, die schnell eine bestimmte Information nachschlagen wollen, diese auch finden. Für Nutzer/innen, die mehr wollen, können weitere Optionen auf unteren Ebenen bereitgestellt werden.

Als Fazit wurde festgehalten, dass es weniger um unterschiedliche Zugänge für spezifische Zielgruppen geht, als vielmehr um einen „einfachen Einstieg“ und ein „mehr, für alle die wollen“.

Potentiale durch Vereinfachung heben

In Arbeitsgruppen wurden konkrete Ideen für einen einfachen Einstieg, eine intuitivere Navigation und für die Interaktion zwischen Navigation und Darstellungsbereichen erarbeitet. Zum Schluss dieser Arbeitsphase wurden Vereinbarungen für das weitere Vorgehen getroffen.

Im ersten Schritt werden kosmetische Anpassungen, z.B. der Icons und Erläuterungstexte umgesetzt. Außerdem wird ein Prototyp für den „einfachen Einstieg“ entwickelt. Er dient als Grundlage für eine erneute Feedbackschleife und kann in weiteren Benutzertests in der Praxis getestet werden, bevor der Umbau im Atlas erfolgt. Die Vereinfachung des öffentlichen Bereichs steht im Mittelpunkt der Weiterentwicklung in 2019.