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Ein sozialräumliches Monitoring mit KECK dient dazu, Zusammenhänge aufzudecken: wo verschärfen räumliche Bedingungen soziale Konflikte, wo legt eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur den Aufbau eines Pflegestützpunkts nahe, wo fehlt ein Jugendtreff oder ein Kinderarzt? Solche Fragen können auf der Basis von KECK datengestützt diskutiert werden. Je nach Fragestellung sind verschiedene Indikatoren erforderlich. 

„Jedes Kind hat das Recht auf gute Bildung und einen gesunden Start ins Leben – und zwar unabhängig von seiner sozialen und kulturellen Herkunft.“

Programm LebensWerteKommune, Bertelsmann Stiftung

Die altersspezifischen Daten bilden eine Orientierungsgröße für weitere thematische Indikatoren. Die Anzahl der Personen der jeweiligen Altersgruppe ist die Bezugsgrundlage. Die Indikatoren zum Anteil der Ausländer (Doppelstaatler) und zum Migrationshintergrund der Kinder verdeutlichen die unterschiedlichen Zuwanderungsdynamiken und die damit verknüpften unterschiedlichen Ausgangsbedingungen für Integrationsaufgaben. Die Wanderungsdaten ermöglichen Aussagen zur Verteilung der Wanderungen bzw. zum Maß der Zu- bzw. Abwanderung.

  • Bevölkerungsstand nach Altersgruppen
  • Bevölkerungsstruktur
  • Altersstruktur der Kinder
  • Altersstruktur der Kinder mit Migrationshintergrund

Das Lebensumfeld prägt wesentlich auch die Menschen, die dort wohnen. Die Bevölkerungsentwicklung in einem Sozialraum liefert Hinweise auf Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung. Veränderung der Bevölkerungsstruktur kann neue Anforderungen an die Versorgungsinfrastruktur nach sich ziehen. So lassen sich Maßnahmen zielgruppenspezifisch ausrichten. Außerdem geben Indikatoren zur Grünflächen- oder Spielplatzausstattung Aussagen über die räumlichen Rahmenbedingungen in einem Stadtviertel. Wohndauer und Wanderungssalden wiederum liefern Hinweise auf die Rahmenbedingungen für die soziale Integration im Stadtgebiet.

  • Soziale Struktur (z.B. Kinderarmut, Jugendarmut, Altersarmut, SGB-II Quote)
  • Räumliche und gebaute Umwelt (z.B. Mehrfamilienhäuser, Grün- und Spielplatzflächen)
  • Lokale Stabilität (z.B. Wanderungssaldo, Wohndauer)
  • Mobilität (z.B. räumliche Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel, Wanderungen)
  • Vereinbarkeit Familie und Beruf (z.B. Versorgungsquote in Kindertagesstätten)
  • Flüchtlingsaufkommen nach Altersgruppen, Geschlecht und Nationalität

Ungleiche Lebensbedingungen führen zu ungleichen (Entwicklungs)Chancen. Die gesunde Entwicklung von Kindern hängt nicht nur von den Voraussetzungen im Elternhaus ab, sondern wird auch durch das Wohnumfeld und die dortigen Lebensbedingungen beeinflusst. Kinder bzw. Familien ebenso wie Hochbetagte sind selten mobil und daher in besonderer Weise auf ausreichend Infrastruktur im Nahbereich angewiesen, darunter  Grünflächen, Spielmöglichkeiten oder Versorgungseinrichtungen und Einrichtungen des täglichen Bedarfs angewiesen.

  • Impfquoten
  • Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen
  • Anteil der Schulanfänger mit Übergewicht
  • Hochaltrige (Ü80) außerhalb von Einrichtungen
  • KH-Dichte
  • Dichte Pflegedienste (ambulant vs. stationär)

Bildung hat einen zentralen Stellenwert für faire Teilhabechancen. Haben alle Kinder in Deutschland Zugang zu quantitativ ausreichenden und qualitativ hochwertigen Angeboten der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung? Stehen ausreichende und passgenaue Möglichkeiten der Weiterqualifizierung und Beratung für die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zur Verfügung? KECK bietet die Möglichkeit Daten und Fakten zur Infrastruktur und Inanspruchnahme von Bildungseinrichtungen darzustellen.

In Deutschland hängt der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen wie in kaum einem anderen Land von der sozialen und ethnischen Herkunft ab. Internationale Leistungsvergleiche wie PISA und nationale Erhebungen wie der Mikrozensus zeigen, dass Kinder aus sozio-ökonomisch schwachen und bildungsfernen Familien sowie aus Zuwandererfamilien signifikant schlechtere Chancen im Bildungssystem haben. Die Quantität sowie die Inanspruchnahme der Schulangebote werden im KECK-Atlas auf Kreisebene und sozialräumlich dargestellt.

Die Indikatoren der Schulübergänge können Hinweise zu sozialräumlichen Unterschieden bei Schulerfolgen liefern. Zu berücksichtigen ist bei der Bewertung jeweils die länderspezifische sowie kommunale Ausgangssituation der möglichen Schulformen und die daran geknüpfte Aussagekraft über Schulerfolge.

  • Kita-Plätze nach Altersgruppe
  • Wohnortnahes Angebot
  • Inanspruchnahme
  • Schulabgänger nach Abschluss
  • Schulabgänger ohne Schulabschluss
  • Inanspruchnahmen Nicht-formeller allgemeiner Bildungsprogramme