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Über das Kontaktformular auf dieser Website oder telefonisch melden Sie sich an und erhalten die Nutzungsbedingungen der Bertelsmann Stiftung. Nach der Unterzeichnung durch den Dezernenten oder die Amtsleitung bekommen Sie ein Passwort und können den KECK-Atlas nutzen. Eine Voraussetzung für die kostenfreie Nutzung des KECK-Atlas' ist, dass Sie nach vier Monaten ausgewählte Daten freischalten, die dann öffentlich einsehbar sind.

Die Zuständigkeiten zur Nutzung des Atlas' werden in einer lokalen KECK-Arbeitsgruppe besprochen und festgelegt. Auch die Ziele und das Vorgehen bei einer integrierten Berichterstattung werden hier abgestimmt. Die Arbeitsgruppe tagt nach Bedarf. Wichtige Fragen, die in der ersten Sitzung beantwortet werden sollten, lauten:

  • Zu welchen thematischen Schwerpunkten soll der Atlas Daten bereitstellen?
  • Auf welcher räumlichen Ebene/welchen räumlichen Ebenen soll der Atlas Informationen vermitteln?
  • Für welchen Zeitraum soll der Atlas Informationen liefern(rückwirkend und zukünftig)?

In den meisten Städten ist das Statistikamt bzw. der Fachbereich Statistik verantwortlich für die Aufbereitung der relevanten statistischen Grundlagen. Manche Kommunen hingegen führen diese Arbeit auch in den planerischen Fachressorts durch. Es empfiehlt sich daher, sowohl die Zuständigkeit als auch die erforderlichen technischen, zeitlichen und räumlichen Kapazitäten möglichst frühzeitig abzustimmen. Je nach Erfahrung der beteiligten Akteure und der Menge des Datenmaterials fällt der Aufwand für dessen Aufbereitung in den einzelnen Kommunen unterschiedlich aus.

Die KECK-Arbeitsgruppe ist eingerichtet, der Kommunen-Administrator sowie die Kollegen, die Daten einstellen (KECK-Administratoren), sind bekannt, die kommunale Zielsetzung steht fest. In einem weiteren Arbeitstreffen geht es nun darum, die verfügbaren Indikatoren zu sichten. Für den weiteren Prozess haben sich folgende Fragen als zielführend erwiesen: 

  • Welche Indikatoren sollen eingestellt werden? (Orientierungsgrundlage bietet das KECK-Indikatorenkonzept oder ein bereits bestehendes eigenes Konzept)   
  • Spiegeln die Indikatoren die kommunale Zielsetzung ausreichend wider?
  • Welche Ansprechpartner in der Kommune können welche Daten liefern?
  • Bis zu welchem Zeitpunkt sollen Daten bereitgestellt und im Atlas eingepflegt werden?

Klären Sie abschließend, ob Indikatoren bereits von den Datenlieferanten für den KECK-Atlas aufbereitet werden oder ob eine zentrale Person die Datenaufbereitung übernimmt.   

Im Allgemeinen liegen die Daten für die Einführung von KECK in den Kommunen bereits vor. In der Regel müssen die Informationen lediglich aus den unterschiedlichen Ressorts beschafft (z. B. Statistikstelle, Planungsamt, Jugend-, Gesundheits- und Schulamt) sowie mit Blick auf die jeweilige kommunale Zielsetzung strukturiert und gebündelt werden. In Einzelfällen kann aber auch die Anforderung von Kennzahlen bei offiziellen Stellen notwendig sein. Über die Zusammenfassung der Daten in KECK sollten alle beteiligten Akteure in der Verwaltung informiert werden.

Der Kommunen-Administrator oder ein damit beauftragter Kollege stimmt die Liste der benötigten Daten (Indikatoren und Rohdaten) mit den Datenlieferanten ab. Dabei geht es insbesondere um die Klärung der tatsächlich verfügbaren Daten und ggf. um eine Anpassung des Indikatorenkonzeptes. Vereinbaren Sie dazu eine Zeitschiene.  

Überprüfen Sie in einem nächsten Schritt die Bereitstellung der Daten, und listen Sie detailliert auf, welche Rohdaten für welche Indikatoren notwendig sind. Abgeschlossen wird Schritt 4 mit einer Dokumentation des abgestimmten Indikatorenkonzeptes (mitsamt benötigter Rohdaten). Dazu gehört die oben erwähnte Zeitschiene mit Ausblick auf jene Daten, die erst zukünftig aufbereitet werden können. Die Dokumentation geht an alle Beteiligten.

Die Vorbereitung für die Dateneingabe erfolgt in dieser Reihenfolge:

  • Der Berechtigte erstellt Indikatoren aus den Einzeldaten (z.B. Anteile anstatt absoluter Anzahl von Personen). Personalisierte Rohdaten können dabei aufgrund von Datenschutzvorgaben nur in der abgeschotteten Statistikstelle bearbeitet werden.
  • Die Geodatengrundlagen werden im Atlas eingestellt.
  • Die vorgegebene Excel-Tabelle wird auf Grundlage des eigenen Indikatorensets angepasst. Die Tabelle sollte alle einzugebenden Indikatoren enthalten, sodass sie nur noch mit den berechneten Indikatoren befüllt werden muss.

Abschließend können die fertigen Indikatoren über die Vorlage-Tabelle hochgeladen werden. Weiterhin lassen sich die Daten auch online pflegen. Bei Veränderungen im Online-Interface aktualisiert sich die jeweilige kommunale Excel-Tabelle automatisch.

Neben dem Vorgehen, dass der Kommunen-Administrator die Dateneingabe übernimmt, ist es auch möglich, dass die jeweiligen Fachämter "ihre" Daten selbst einstellen. Das setzt eine Abstimmung darüber voraus, wer welche Daten zu welchem Zeitpunkt pflegt. Um das vollständige Datenset betrachten zu können, schließt sich nun an die Dateneingabe deren Prüfung an.

Diese Sichtung und Prüfung erfolgt durch die jeweiligen Fachressorts im geschützten Bereich des KECK-Atlas'. Werden Fehler oder Unklarheiten festgestellt, können diese korrigiert und kommentiert werden. Zuletzt erfolgt die finale Abnahme durch den verantwortlichen Administrator.

Jetzt steht die Präsentation der Ergebnisse in der KECK-Arbeitsgruppe oder im Rahmen einer Spezial-Berichterstattung im zuständigen Fachamt an. Es folgen Kommentierung und Interpretation (Rückschlüsse) durch die jeweiligen Fachressorts bzw. das Fachamt, die ergänzend im KECK-Atlas dargestellt werden können. Dazu bieten sich je nach Größe und Zuschnitt der Kommunen kleinere themenspezifische Arbeitsgruppen an. Hilfreiche Fragen können sein:

  • Lassen sich aus den Daten Auffälligkeiten erkennen? Welche Bevölkerungsgruppen zeigen diese Auffälligkeiten besonders stark? Sind bestimmte Teilgebiete häufig betroffen? Stimmen die Auffälligkeiten mit den Erfahrungen aus der alltäglichen Arbeit überein?
  • Welche Themen sind relevant für unsere Zielgruppen in den Sozialräumen?
  • Was für Angebote gibt es? Für welche Zielgruppen? Wie werden die Angebote genutzt?
  • Gibt es im Sozialraum "Kümmerer"? Welche Personen oder Institutionen spielen eine hervorgehobene Rolle?
  • Welche übergeordneten Herausforderungen gibt es im Sozialraum?

  • In der KECK-Arbeitsgruppe wird geklärt, welche Indikatoren veröffentlicht werden. Die Auswahl der zu veröffentlichenden Indikatoren sollte an zuständige Fachbereichsleiter und Dezernenten sowie politische Ausschüsse kommuniziert und ggf. durch sie beschlossen werden.

    Die Veröffentlichung ausgewählter Daten im KECK-Atlas erfolgt durch den Kommunen-Administrator vier Monate nach Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung.